Jahreszeiten

Das Leben erwacht. Das neue frische grün wird immer mehr. Es kehrt zurück, das Leben. Ich tanke neue Kraft. Endlich… Die Energie des Grüns dringt überall durch und erfühlt mich mit Ruhe und Frieden. Ich kann nicht genug von bekommen. Am liebsten würde ich mich im frischen Gras wälzen und jeden Löwenzahn aufessen den ich sehe. Jedem Baum eine Lobes Hymne singen nach dem ich es umarmt habe. Ich liebe es, das frische Grün. Die Dankbarkeit beflügelt mich. Verliebt in das herrliche Grün und nicht nur in jenes.

Das Grün ist nicht mehr frisch, aber überall zu sehen. Die Zeit der Hitze naht heran. Die Zeit der brutalen Nacktheit, Lust und Gier. Aber auch die Zeit des Wassers das meinen Körper trägt und mich von der übrigen Welt trennen kann, wenn auch nur kurz. Eine Flut der Tränen und der Freude sich vermischt in diesem Nass. Freiheit und Kraftlosigkeit. Das Leben tobt und weint.

Das Grün zieht sich zurück. Manche finden das bunt schön, das da entsteht. Für mich ist es der Rückgang des Lebens, die Ankündigung des nahenden Todes. Es macht mich traurig, sehr traurig. Die schöne grüne Energie schwindet dahin. Zieht sich zurück in die Tiefen des Holzes. Als würde es beginnen zu sterben in mir wie in den Bäumen. Das nass macht alles dreckig und matschig.

Dann fällt das Leben zum Boden. Alles wird trisst und grau. Die Energie kaum noch auffindbar. Die Zeit des Grauens nimmt ihren Anfang. Die Zeit des Todes steht vor der Tür. Die Flucht unmöglich. Das Grau frisst alles auf was noch lebt. Tiefe Trauer und Leid erwarten uns. Die Zeit der Hölle und des Schmerzes. Da ist keine Freude zu finden, egal wo man sucht.

Wenn es weiß wird, dann erwacht die kleine Freude. Das schöne plüschige, weiße nass. Die Freude möchte Springen darin, doch sie hat Angst. Freude ist verboten, nur im Geheimen darf sie sein, doch die Trauer über den Verbot und die Angst läßt die Freude weinen. Wie gerne würde sie auf den kalten harten Stellen rutschen, so wie die andern es tun. Das geht nur heimlich und mit viel Angst, aber die Freude muss es einfach tun. Das Weiß so rein war es mal, so schön und glitzernd. Doch es wird rot und grau und dreckig, häßlich und matschig. Der Tod und das Leben. Und das viele Süß, das den Schmerz betäubt.

Die Knospen sind zu sehen, doch es ist noch nicht Grün. Noch nicht vorbei der Höhepunkt. Im Außen die Freude und viele Symbole. Vor uns die Freude und neue Kraft. Nur noch das Opfer bringen und die Pein erdulden und dann kann das Leben wieder beginnen. Das Blut ist rot und die Herzen schlagen nicht mehr alle. Der Kreislauf ist geschlossen und beginnt von vorne.

Und die Tränen laufen, ohne zu wissen wieso. Die Trauer breitet sich aus… Ach ja… vielleicht weil ich heute sah, dass die Blätter gelb werden…

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11 Gedanken zu “Jahreszeiten

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