Glaube und Neurographik

Wow, hab gerade erfahren, unser Blog ist heute 2 Jahre alt geworden. Ich dachte immer, bei uns ist alles immer nur ein Strohfeuer, aber es scheint, dass es Dinge gibt, die wir länger halten können – wenn auch holprig.

Gestern sprach ich mit dem Mann (ne das war heute), dass selbst mein Glaube so ein Strohfeuer ist. Und er lachte mich aus. Also nicht so richtig ausgelacht, aber er meinte, die Scheune mit der Menge an Stroh soll ich ihm mal zeigen, wo das Stroh selbst nach 13 Jahren noch immer nicht abgebrannt ist… 13 Jahre in einer Gemeinde aber keineswegs existiert der Glaube erst seit dem. Unser Glaube ist doch immer noch stark – sagt er.

Weshalb denke ich, es war ein Strohfeuer? Weil früher, da engagierte *ICH* sich sehr viel für Gott. Heute ist es so ein großes Problem auch nur das geringste zu tun. Es ist wirklich oft ein Kampf, weil es uns dauernd irgendwie triggert. Wir haben darüber schon mal was geschrieben. Fast jedes Mal macht ein Gottesdienst (und das geht nur per Telefon) etwas mit uns. Oft Schuldgefühle, sehr oft Tränen, oft Suizid Drang, häufig tiefe Trauer, manchmal Intrusionen oder Flashbacks. Die Angst vor den „Kirchenleuten“ macht pure Panik und lässt welche in uns schreien, heulen und zusammen brechen. Die Angst vor den Flashbacks dort lässt nicht mal den Gedanken zu, dort körperlich anwesend zu sein.

Wir denken, Gott hat uns verworfen, weil das Böse in uns ist, wir die Satt des bösen sind – immer mit der bildlichen Vorstellung, Weihwasser lässt uns brennen, wir sind das Böse. Oder, weil wir Dinge tun, die er verabscheut. Oder er kann uns gar nicht lieben, weil wir nichts für ihn tun. Und da sind Innens in uns, die wollen da nicht hin, die finden es doof und langweilig. Innens, die es bescheuert finden, es gibt Gott ja nicht – sagen welche. Oder die, die ihn hassen und verfluchen, weil er nie geholfen hat und es nie tun wird. Und der eine, der sich selbst für einen bösen Gott und das einzig wahre hält.

Auf der anderen Seite jedoch die, die ihm dienen wollen und ihn zutiefst lieben. Die ihn für das einzig gute ihn ihrem Leben halten. Für die Gott das einzig logische ist. Für die Gott wichtiger als das eigene Leben ist und dem man gehorchen will. Man rein sein will. Für die Gott die einzige Lösung unserer Probleme ist, unsere Heilung und Erlösung, die man lieber gestern hätte als morgen. Auf die man aber verzichten kann, Hauptsache ist er rettet die Welt – nicht uns.

Und so muss die gute Seite jeden Gottesdienst erkämpfen und alle die Folgen tragen. Die Angst und Wut macht sich breit. Die Gedanken, dass uns das nicht gut tut und das es nichts mit Selbstliebe zu tun hat sich jedes Mal so zu quälen nur um Gott zu gefallen. Aber auch die extreme Trauer darüber und Rumgeweine, weil man ihm Treue und Liebe versprochen hat und auch halten will…

Vor einem Monat versuchten wir – als zweites Neurographik Bild – dieses Tehma anzugehen. Die Entladung klappte noch wunderbar – war sehr Emotion geladen. Wir haben auch alles gerundet und wie wild viele Kreise reingemalt, schon fast zwanghaft. Geweint, getrauert, geschockt zu sehen, dass sehr viel auserhalb der Entladung an Personen oder Gründen ist, und nicht nur in uns. So viel Konflikte drin, dass wir extrem viel runden mussten und ja am Ende war es, als ob wir alles zugekleistert hätten, überdeckt was wirklich da ist…

Dann soll man laut Anweisung, das ganze mit Farbe in Fluss bringen, um etwas zu lösen, zu ändern. Und da kam nur noch Weigerung von innen. Man wollte das Bild zerreißen. Nichts mit bemalen und Fluss – das will man nicht. Daran darf man nicht rühren. Ist eh blöd, bringt eh nichts, was soll das ganze überhaupt? Kein Bock auf so ein Kack…

Nun lag es da, denn ich konnte es abwenden, dass es zerrissen wird. Und Gestern Nacht, da hab ich es genommen und konnte bemalen. Mit grün – Neuanfang – unten links begonnen. Das Gelb – Gott, Licht Energie – und seine Strahlen nahmen anfangs viel Platz ein auf dem Bild. Und das Blau des Himmels – Frieden, Hoffnung, Sicherheit – wurden neben dem Gelb und so platziert. Doch dann war nichts mehr mit Fluss. Rot – Blut und Schmerz – und Schwarz – Angst, Tod, Gefahr, Böses, Trauer – wurden immer mehr im Bild. Irgendwie war das Ziel des in den Fluss bringen nicht mehr wichtig. Es wurde gemalt, was IST. Das dunkel reichte nicht aus, selbst das Gelb wurde am Ende dunkel übermalt. Das Schwarz des Buntstifts reichte nicht aus – was dunkleres musste her – es war uns zu hell – und das zu hell eine Lüge! Es wurde immer dunkler, grauer, brauner, schwarzer und immer mehr dunkles Rot musste rein.

Und selbst das Endergebnis ist uns eigentlich noch viel zu hell! Es ist nicht wahr, weil viel zu hell, zu bunt! Aber ich wollte es nicht noch mehr anschwärzen, nein, da musste wenigstens etwas gutes bleiben!

Und als das Bild so „fertig“ war, da tobte die Wut wieder enorm. Man wolte am liebsten mit nem Messer drauf stechen, immer und immer wieder, und dann alles zerreißen! Oder zumindest mit nem dickem schwarzem Edding mit Wut und krassem Druck übermalen und zerkratzen. Ich denke, das war ein Kind, denn der Stift wurde in einer Faust gehalten – das sah ich als innen Bild vor mir. Unbändige Wut! So extrem, dass das Bild eigentlich unbedingt hätte zerstört werden müssen… Aber ich wollte das nicht, ich wollte nicht, ich konnte es nicht zu lassen. Diese Wut zu erlauben wurde uns am Ende zusammen brechen lassen, uns verrückt werden lassen, uns selbst zerstörten, uns sterben lassen. Kontrolle ist so wichtig, die Wut darf nie, niemals raus! Die Wut ist der Tod! Schlimmer als der Tod! Der Tod ist noch richtig gut dagegen!

Nein, nein, nein! Das Bild bleibt! Da wird nichts übermalt oder zerstört. Schön soll es sein, schön MUSS es sein, trotz des Dunkel… Tränen…

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Heute zeigte ich das Bild meinem Mann und sagte das sei unser Glaube. Und er meinte das sieht so traurig aus. Da lag noch das erste Neurographik Bild in dem Block zu Wut, Angst und Trauer. Er sagte, das würde er eher als Glaube sehen und dieses hier mehr als Angst, Wut und Trauer. Das erste ist so fröhlich und Kraftvoll…

Recht hat er. Bei uns darf es eigentlich auch kein Schwarz und Dunkel geben, alles muss immer bunt und fröhlich sein. Vielleicht deshalb? Weil das sollte schön werden, und beim anmalen ging es bei dem ersten ja nicht um Gefühle sondern nur um schön. Die Wut, Angst und Trauer wurde bei dem ersten Bild ja nur bei der Entladung gefühlt. Das runden ließ uns heulen und wirklich sehr traurig sein. Aber das malen – da ging es darum, wie es sein soll – schön. Wut darf es ja eh nicht geben und wer will schon Angst haben oder traurig sein? Braucht kein Mensch! Schön muss alles sein… und Schwarz ist ja eh verboten… eigentlich…

Was das gemalte selbst angeht… Ich kann nicht wirklich deuten, leider. Ich sehe diese vielen teile in dem Kreis und denke, das sind wir. Zerstückelt halt. Aber sonst sehe ich nichts. Die Farben scheinen mehr zu bedeuten für uns. Aber vielleicht bin ich blind, oder soll auch nichts sehen.

Sieht ihr etwas in diesem Bild?

15 Gedanken zu “Glaube und Neurographik

  1. Nichts was ich direkt sehe, aber ein Gefühl was aufkommt, wenn ich das Bild sehe. Ein sehr intensives und eine Art Bedrohung. Das Dunkle infiziert selbst die helleren Stellen und ist vom Gefühl her sehr präsent. Obwohl das Dunkle auf diesem Bild ja eigentlich nicht überwiegt. Das war mein ungefilterter Eindruck.
    Liebste Grüße, Mondmädchen 🌛

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    • Danke euch.
      Auch das sagt schon vieles aus und denkt sich mit dem Gefühl unseres Mannes und auch unserem. Es macht inzwischen traurig das Bild anzuschauen. Die Wut ist aber auch noch da…
      Ich finde es sieht schlimm aus, das Bild, wenn das unser Glaube sein soll…
      Liebste Grüße zurück und ganz viel Kraft euch ❤️

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  2. Also ich bin ja aufgrund vieler negativer Erfahrungen mit sogenannten „Christen“ nicht so sehr gläubig. Ich glaube nicht an einen Gott sondern an eine allumfassende Macht die manche Gott nennen, manche Buddha, manche Allah oder wie auch immer. Ich fühle mich dieser Macht in der Natur deutlich näher als in einer Kirche.
    ICH habe dein Bild jetzt lange betrachtet, und du hast geschrieben dass die Farbe gelb für dich „Glaube, Gott, Licht, Energie“ bedeutet. Und diese trägt dich, trägt deine Trauer und Wut und deinen Schmerz. Denn im aussen sind die „Flüsse“ aus rot, schwarz und braun umgeben von gelb. selbst der blau und grüne Farbfluss ist eingebettet in gelb.
    Und auch im Innen, ja da ist viel Wut, viel Trauer, viel Verzweiflung und Schmerz, aber auch ein wenig Hoffnung und Glaube, Licht und Energie, die sich durch den Wust und die geballte Macht aus Trauer und Schmerz, Wut und Verzweiflung zieht.
    Auch wenn ich im ersten Moment dachte „Ohweia“, so sehe ich bei genauerem hinsehen auch viel Hoffnung und getragen werden durch deinen Glauben…….es ist voller düsterer Emotionen, aber die sind getragen von Licht und Energie……

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    • Wow, danke dass du/ihr das gesehen habt, mir war das gar nicht aufgefallen vor lauter Wut und Trauer. Es stimmt, ja. In uns sind oft die Gedanken, wenn er – Gott – nicht wäre, wären wir schon längst nicht mehr am Leben.
      Ja, es trägt irgendwie tatsächlich. Hilft uns auszuhalten und trotz allem immer noch zu kämpfen, obwohl schon lange keine Kraft mehr spürbar ist in uns. Wir haben keine Kraft mehr. Aber vermutlich ist es die Kraft von Gott, die uns trotzdem leben lässt.
      Von Herzen Danke für diese Erkenntnis. Da wär ich gar nicht drauf gekommen. Und das gibt tatsächlich gerade neue Kraft, neuen Schwung und Hoffnung, dass es irgendwie gehen wird.
      DANKE ❤️❤️❤️

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  3. Hallo ihr 🙂 Ich kenne mich noch gar nicht mit Neurographik-Bildern aus, auch wenn ich jetzt an mehreren Stellen darüber las. Mein Kopf ist etwas überfüllt mit Mathe und Französisch Stoff Klasse 7 (großer Sohn) und ich bin müde… Wenn ich mal ohne Kenntnis an das Bild herangehen darf, dann fällt mir auf: ganz innen, im Kern des Kreises ist viel schwarz und braun. Wenn diese Farben für etwas Negatives stehen und die Mitte für das Zentrum, dann ist das eher düster für mich. Was mir aber auch auffällt. Im Inneren des Kreises überwiegen dann aber doch die positiven Farben (positive wäre für mich nach eurer Beschreibung gelb, grün und blau. Wenn ich das nicht falsch wahrnehme, ist da viel mehr gelb grün und blau, als schwarz, braun und rot. Das find eich interessant. Was mir auch auffällt: die Farben gehen wir abgetrennte Strahlen oder Felder aus dem inneren nach außen. Also dicke Streifenfelder von hellen oder dunklen Farben. Wenn ich da nicht irre, halten sich die positiv besetzen und die negativ besetzten Farben so ziemlich die Waage. In jedes der negativen Streifenfelder kommen auch positive Farben hinein, was Mut macht. Nur in das Streifenfeld, was nach links oben führt nicht. Da entdecke ich eine Farbe, die sonst nirgends vorkommt: orange. Was bedeutet die für euch? In die positiven Streifenfelder mogeln sich keine negatoven Farben ein. Nur an ihren Rändern befinden sich schwarze runde Felder. — Deuten kann und will ich das nicht. Aber das ist, was mir auffällt. Der Beitrag „den Glauben an Gott ausüben“ würde mich sehr interessieren, aber er ist Passwort geschützt. LG

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  4. Wow, vielen lieben Dank auch dir.
    Das Passwort haben wir dir schon mal gegeben per Mail, meine ich… Ist schon länger her, vielleicht ist die im Spam damals untergegangen?

    Was bedeutet für uns das Orange? Gute Frage. Zuerst musste ich das im Bild suchen. Innerhalb des Kreises ist ein kleiner Kreis in Gelb-leicht orange – da dachte ich, dass könnte die sein mit dem vielem Bibel Wissen, die so stark und mutig ist und so viel Kraft hat.
    Aber dann fand ich das Orange, was du meinst, was für mich mehr rot als orange erscheint.
    Dies ist in etwas eingebettet, was wie ein Mensch Kopf auf dem Kopf steht. Das Gefühl: er beobachtet uns, das rotorange ist der Mund-Bereich. Spontan sagte hier wer „Lügen“ und „Umkehrung“ auf jeden Fall ist es nicht positiv sondern eher feurig.
    Ich weiß leider nicht was das bedeutet aber es ist bedrohlich.

    Ansonsten hast du uns mit der Ausgeglichenheit ein Stück weit etwas entlastendes offenbart.
    Das Schwarz in der Mitte ist Gefahr, Angst und das Böse aber es ist als würde es nicht wirklich von uns kommen, sondern dort absichtlich platziert worden sein. Das das unsere Mitte ist macht Angst. Das will ich nicht haben…
    Es ist genau das was das ursprünglich Gelbe übermalt hat. In echt wurde beim malen die Farbe aus diesen schwarzen Feldern mit dem nassen Pinsel entnommen um das Gelb und helles grün zu verdunkeln und nicht etwa mit den Wasserbuntstiften selbst.
    Die blaue Fläche links im außen war ursprünglich wie das helle blau oben neben dem gelb, das wurde mit dem Schwarzem Stift verdunkelt…

    Mich erstaunt es gerade sehr, wie viel Details und Aussagen für uns in diesem Bild stecken. Es ist nicht bloß ein Bild. Es geht so unglaublich in die Tiefe und erzählt mir Dinge über uns. Schade nur, dass ich nicht alles verstehe.

    Danke auch dir von Herzen ❤️ vor allem, da du trotz Müdigkeit und Schul/Sohn Stress, uns deine Zeit schenkst. Gottes Segen dir und viel Kraft ❤️

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  5. Der große Kreis ist ganz schön rund. Und drum herum viele Flächen… Und dortdrin Kreise in bunten Farben: blau, grün, schwarz, rosa, gelb und rot… Und im großen Kreis, wenn man das Bild 90 Grad dreht, steht ein gelbes (Licht-) Wesen mit zwei Flügeln als fast Halbkreis, Kopf und Körper. Und am Fußende… Ein paar gelbe und grüne Kreise… Als ob die dort verteilt werden.. Fallengelassen als Erinnerung, dass es Helligkeit gibt…

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  6. Hallo, ich habe schon viele Beiträge gelesen und mich nicht getraut, etwas zu schreiben. Die Reaktion beim Anschauen des Bildes war aber so stark gerade (Weinen, Zittern…), dass ich etwa dazu dalassen wollte.
    (Ich schiebe mal ein, es tut mir leid, dass das so lang geworden ist, ich hoffe, das ist ok. Es soll auf jeden Fall nicht stressen… danke, dass ich in diesem Blog schreibt und alles Gute für euch, das wollte ich schon lange sagen.)
    Dieses Bild wirkt super heftig. So geballt, so bewegt, wie ein inneres/äußeres Ringen in dem alles mit eingeschlossen wird, das alles berührt. Es vibriert fast und ist voll Spannung, aber nicht starr. Die bunten Farben wirken für mich nicht direkt fröhlich und die gedeckten Farben/das Schwarz nicht direkt traurig/verzweifelt/angsterfüllt/wütend, aber als Ganzes wird der Konflikt oder eher die unzähligen Konflikte innerhalb von noch mehr Konflikten, in denen eben alles vorkommt, spürbar. Und auch, wenn helle Bereiche dunkel übermalt wurden, sind sie deshalb ja nicht weg, nur nicht mehr direkt sichtbar an der Oberfläche, und alle Schichten sind wichtig (Ich denke auch an eine Lampe in einem Raum, deren Licht von außen höchstens als Schein durch den Türschlitz wahrnehmbar ist, aber trotzdem genauso hell leuchtet). Dass gerade im Zentrum viel dunkel übermalt wurde passt für mich sehr gut, in mehreren Hinsichten. (1.) Was einem am tiefsten/im innersten trifft tut am meisten weh. Wo man am tiefsten und „wirklichsten“ fühlt, empfindet man nicht nur Liebe, Wahrheit, Verbundenheit oder Geborgenheit so intensiv, sondern auch das Grauen, was es gibt, und (2.) gerade, wenn nicht alle an dem Punkt sind, die Liebe usw. fühlen zu können, entsteht eine Art Schrei, der das ganze Schlimme nach vorne bringt, wie um einen Ausgleich zu schaffen, mit/aus Angst, dass welche finden, dass alles gut ist und alles andere übersehen, während man noch im Schrecklichen festhängt und so leidet (das ist zu einfach gesagt glaube ich, tut mir leid). (3.) Ich denke auch, dass es für Täter besonders wichtig ist, die Quelle für Hoffnung, Stärke, Vertrauen, Liebe, Verständnis, Mitgefühl, Verbundenheit, Heilungspotential zu zerstören zu versuchen und heftige Zerrissenheit/Verfeindung zu erschaffen. Was dann dafür sorgt, dass der Zugang zu dieser Quelle sehr verschüttet/versteckt/umkämpft wird und es nicht geht, dass die Quelle sichtbar werden (oder auch frei und lebendig fließen und genutzt werden) darf. Dass gerade im Zentrum viel übermalt wird, passt für mich auch (4.), weil diese Quelle besonders schützenswert ist und über die Jahre vielleicht, sozusagen „von sich aus“, besonders viele Mechanismen entwickelt wurden, um sie unerreichbar zu machen für Angriffe von außen („direkt“ oder „indirekt“ über Programme).
    Wobei ich auch denke, dass das „Konzept“, mit dem diese „Quelle“ erfasst wird, nicht für alle gleich sein muss/sollte, also dass nicht alle einen Glauben teilen müssen, sondern Verständigung und Heilung in dieser Hinsicht eher bedeuten, das, was „dahinter“ steht zu sehen und die Gemeinsamkeiten zu spüren, die darin bestehen, obwohl man unterschiedliche Meinungen zu den „Konzepten“ hat. Es ist finde ich sehr verständlich, wenn Verknüpfungen mit religiösen Worten usw. für viele nicht gehen. Und ich denke auch, dass es nicht unbedingt Religion/Glaube ist, um was es „eigentlich“ geht, sondern dass, was sozusagen der Grund dafür ist, dass Religion/Glaube entstehen (jetzt mal losgelöst von Machtinteressen usw…), aber bei vielen auch einfach sich Freuen über wie krass die Welt ist (also im Sinne von wie toll z.B. Pflanzen sind oder dass die Sonne und der Mond usw. genau so eine Konstellation haben, dass sich Leben auf der Erde entwickeln konnte usw.) oder ein Gefühl von Ganzheit/Stimmigkeit, wenn man eine Tätigkeit ausübt, mit der man sich frei und gut fühlt und etwas Gutes für sich und andere machen kann.
    Liebe Grüße
    Yana

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      • Oh ich war gerade schon froh, dass ich den Beitrag wiedergefunden habe (war mir nicht sicher wo, wie, an welchem Tag und überhaupt) und so überrascht, ihr habt ja sogar geantwortet, das ist wirklich lieb, Dankeschön. Ich hoffe, es geht euch schon ein bisschen besser und dass die Magen/Darm-Geschichte schnell verschwindet.

        Ich muss noch was dazu sagen (mit vielen neuen Anläufen) weil ich mich sonst so betrügermäßig falsch fühle:
        Einerseits ist hier Freude, mit „ihr“ angesprochen zu werden und wir/ich sage/n auch selbst manchmal wir wenn es geht, aber es gibt hier keine DIS-Diagnose, mehr etwas wie Ego State Disorder oder vielleicht DSNNS, und das Thema RG/MC ist etwas was viel Betroffenheit auslöst sag ich jetzt mal und sehr beschäftigt, aber von dem ich doch sicher bin, dass wir es nicht in diesem Leben erlebt haben (Vielleicht ist es auch eigentlich das „Natürliche“, da mitzufühlen, es nicht als so „fremd“ zu empfinden und viel von sich wiederzufinden, weil wir alle Menschen auf der Welt sind sozusagen und es wirkt nur nicht normal, weil sich in unserer Gesellschaft Menschen so schnell von Gemeinsamkeit/Betroffenheit abspalten, weil sie das Unbestimmtheit und auch das Grauen nicht sehen wollen?).
        Wieviel Trauma hier ist (und wie sehr wir z.B. hier schreiben und mitfühlen „dürfen“ usw. usw.), bleibt immer wieder schwierig zu sagen/anzunehmen (einerseits, allgemeine Aussagen sind schwierig). Dass wir autistisch sind war/ist glaube ich ein großer Faktor dabei, welche Erlebnisse/Umstände welche Folgen für uns hatten/haben. Ist noch ein Prozess auf jeden Fall…
        und es tut mir Leid, dass das schon wieder so lang ist, meine Güte, hier hänge hier echt seit Stunden fest

        Ganz liebe Grüße und gute Besserung an euch!

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      • Macht euch keine Gedanken über die Länge eurer Kommentare, das ist für uns völlig okay. Wir danken dir/euch für eure Zeit, die ihr uns auf diese Weise schenkt, das ist sehr lieb.
        Ob Ego State Disorder oder vielleicht DSNNS, oder doch DIS – das ist mir persönlich egal. Da sind so oder so mehrere im Körper, die gesehen werden wollen oder sollten.
        Anfangs wußte ich auch gar nichts bei uns zu RG und hab es entschieden verneint (und wenn das Zweifel Karussell an ist, machen wir es auch heute noch so). Sprich, es muss nicht so sein bei euch – und ich hoffe auch es ist bei euch kein Thema – aber das ist etwas, was sich ohnehin nicht am Anfang offenbart, sondern erst in der Tiefe.
        Ja, viele in der Welt wollen das nicht sehen und verschließen ihre Augen vor allem, was ihre heile Welt stören könnte. Mitgefühl und echtes Verstehen ist etwas, was wir im Leben nur bei Personen erlebt haben, die selbst Trauma erlebt haben…
        Und was Autismus angeht – wir haben neulich gelesen, dass es Parallelen gibt zwischen DIS, Autismus, AD(H)S, Hochsensibilität und Schizophrenie – aber ohne genauer drauf einzugehen.
        Das Fiber ist gesunken, aber der Magen macht trotzdem Probleme. Das tat er aber auch schon vorher, jedes Mal wenn der Stress Pegel zu hoch ist, was bei uns extrem oft ist. Wir haben fast Dauerstress, schon allein dank der Psyche sind wir ständig angespannt. Und es schlägt halt auf den Magen bei uns, der dann weh tut. War früher nicht so extrem, aber in den letzten Monaten…
        Es macht Angst, aber die Arzt Panik ist noch größer, also ertragen wir es, geht für uns nicht anderes momentan. Zumindest können wir wieder essen, ohne uns gleich zu übergeben…

        Also, alles Liebe euch ❤

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